Projektinhalt
In der Marburger Produktionsschule steht das praktische Arbeiten im Mittelpunkt – egal, ob du bereits handwerklich begabt bist oder dich erstmal ausprobieren möchtest. Wir gestalten Aufgaben so, dass du dabei viel lernen kannst, was du im späteren Beruf gebrauchen kannst. Auch den Hauptschulabschluss kannst du bei uns nachholen und bei Bedarf deine Sprachkenntnisse verbessern.
Ob bei der Herstellung von Insektenhotels, Vogelhäuschen, Bänken, Tischen, Beschilderungen oder durch Lieferung der Produkte an die Kunden z.B. im Naturschutz und der Landespflege – hier kannst du dich handwerklich, kaufmännisch und organisatorisch ausprobieren. Du kannst im Team praktische Erfahrungen sammeln mit einer Tätigkeit, die Sinn macht, weil sie Menschen und Natur zugutekommt.
Wir unterstützen dich bei Bewerbungen und bei der Suche nach einem Praktikums- oder Ausbildungsplatz. Wir wollen, dass du deine eigenen Fähigkeiten entdeckst und dich für einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz vorbereitest. Unsere Lehrkräfte und sozialpädagogischen Begleiter*innen respektieren deine Persönlichkeit und unterstützen dich auf deinem Weg.
Du findest bei uns betriebsähnliche Strukturen, persönliche Unterstützung sowie Anerkennung für deine Erfolge in einer anregenden Lern- und Arbeitsatmosphäre. Frag deine Ansprechperson in der Agentur für Arbeit, beim KreisJobCenter oder bei der Jugendberufshilfe. Du kannst uns auch direkt kontaktieren..
QuB Live: Ein Blick in unser Werkstattprojekt ⤸
- September 2021 bis August 2022
Zu den Zielen der Marburger Produktionsschule zählen neben sozialer und persönlicher Stabilisierung vor allem die berufliche Orientierung sowie die Entwicklung und Umsetzung konkreter beruflicher Perspektiven im Anschluss an die Teilnahme am Projekt.
Von 21 Teilnehmenden, die am Projekt Marburger Produktionsschule-Starten in Arbeit teilgenommen haben, konnten 8 in Ausbildung vermittelt werden.
Ein Teilnehmer wurde in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis vermittelt, ein Teilnehmer in eine Werkstatt der Lebenshilfe und zwei Teilnehmer in eine andere Maßnahme (DIA-AM). Drei Teilnehmende nehmen weiterhin am HSA go-green teil.
Festzuhalten bleibt, dass mit allen Jugendlichen, die am Projekt teilgenommen haben, eine Anschlussperspektive erarbeitet wurde.
- September 2022 bis August 2023
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In der Werkstatt der Marburger Produktionsschule wurden in diesem Jahr zunächst einmal kleinere und zeitlich überschaubare Projekte durchgeführt, damit die Jugendlichen sich eingewöhnen konnten. Im Verlauf der Teilnahme arbeiteten sie am Bau von Nistkästen, Spatzenhotels und Handyhalterungen. Später erlernten sie den Bau von Plakatständern, Infotafeln und beteiligten sich an Aufträgen für den Naturschutz.
Dabei wurde großen Wert auf die Verzahnung von Theorie und Praxis gelegt, damit auch bei kleineren Arbeitsschritten der Sinn der Arbeit für die jungen Menschen erkennbar werden konnte.
- September 2023 bis August 2024
Voraussetzung für das Finden einer passenden beruflichen Perspektive ist die berufliche Orientierung. Hierfür absolvieren die Teilnehmenden der Marburger Produktionsschule Praktika in externen Betrieben. In diesem Jahr erfolgten die Praktika in folgenden Bereichen:
- Einzelhandel (Drogerie, Elektro, Lebensmittel)
- Metallverarbeitung
- Fahrzeugaufbereitung
- Maler- und Lackierer
- Tierpflege
- Holzverarbeitung
- Friseur
- Altenpflege
Bis Ende August 2024 konnten 8 Jugendliche in Ausbildung vermittelt werden. Ein Teilnehmer wurde in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis vermittelt, für drei Teilnehmerinnen wurde die Maßnahme verlängert.
Festzuhalten bleibt, dass mit allen Jugendlichen, die am Projekt teilgenommen haben, eine Anschlussperspektive erarbeitet wurde.
Zielgruppen
Jugendliche und junge Erwachsene unabhängig vom Herkunftsland, mit oder ohne Hauptschulabschluss, mit Interesse an handwerklicher Arbeit, mit Förderbedarf
Teilnahmevoraussetzungen
Das Angebot ist rechtskreisunabhängig und richtet sich an junge Menschen, die das 30. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Die Teilnahme erfolgt nach Absprache mit den zuständigen Ansprechpersonen in der Agentur für Arbeit, dem KreisJobCenter oder der Jugendberufshilfe.
Förderung
Die MPS wird mitgetragen von der Stadt Marburg, der Agentur für Arbeit und dem KreisJobCenter Marburg-Biedenkopf.