Projekte: Interkulturelle Kompetenz: Hessens Vielfalt - Teilprojekt im IQ Netzwerk Hessen

Migration und Flucht

Der Fachkräftemangel wird immer deutlicher spürbar. Zuwanderung kann dazu beitragen, dem zu begegnen. Zuwanderung bedeutet aber auch eine vielfältigere Gesellschaft und damit erhöhte   Anstrengungen zur Integration in Gesellschaft und Arbeitsmarkt. Das bundesweite „Förderprogramm ‚Integration durch Qualifizierung (IQ)‘“ hat seinen Ausgangspunkt in der Feststellung der Gleichwertigkeit von Berufsabschlüssen, die im Ausland erworben wurden. Dies wurde durch das neue Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz (BQFG) erleichtert. Die Integration gelingt aber nicht nur durch die Anerkennung (qualifizierter) Berufsabschlüsse oder die Verbesserung der (berufsorientierten) Kompetenzen der deutschen Sprache. Auch die aufnehmenden Strukturen müssen sich auf vielfältigere Kundschaft und Belegschaft einstellen. Interkulturelle Kompetenz ist ein Schlüssel zur Verbesserung der Beratungskompetenz der Arbeitsmarktakteure, Verwaltungen (z. B. Ausländerbehörden, Fachdienste Jugend und Soziales) und zur Vermeidung von interkulturell bedingen Missverständnissen und Konflikten. Hier ist Arbeit und Bildung seit 2012 im IQ Netzwerk als Teilprojektträger im Landesnetzwerk Hessen engagiert.

Zum Angebot von Arbeit und Bildung gehören interkulturelle Grundsensibilisierungen, vertiefende Schulungen zu einzelnen Fragestellungen (sprachsensible Beratung, kollegiale Fallberatung, Vermeidung und Lösung interkultureller Konflikte), die von uns für Arbeitsagenturen, Jobcenter und Verwaltungen in Nord-, Ost- und Mittelhessen durchgeführt werden. Die Schulungen werden individuell auf die jeweiligen Bedarfe abgestimmt. Möglich – und für die Nachhaltigkeit interkultureller Öffnung und Kompetenzentwicklung sinnvoll – ist auch die Begleitung des Öffnungsprozesses, der neben der Verbesserung der interkulturellen Kompetenzen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch strukturelle Aspekte interkultureller Öffnung umfasst. Ein zweiter Schwerpunkt ist die Beratung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in der „Servicestelle Vielfalt im Betrieb“. Hier werden individuelle, niedrigschwellige Beratungen von Einstellungsverfahren, Fördermöglichkeiten und interkultureller Öffnung durchgeführt. Schulungen für Führungskräfte und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind ebenfalls möglich.

Ende 2017 hat das finanzierende Ministerium das IQ Netzwerk beauftragt, Schulungen für ehrenamtlich Tätige zu den Themenfeldern des IQ Netzwerks durchzuführen. Auch hieran ist Arbeit und Bildung beteiligt. Das IQ Teilprojekt „Interkulturelle Kompetenz: Hessens Vielfalt“ arbeitet eng mit dem Netzwerk „BLEIB in Hessen II“ zusammen. Auf der Bundesebene wirken wir in Fachgruppen zur Interkulturellen Kompetenzentwicklung, Antidiskriminierung, Einwanderung und Interkulturelle Trainings mit und sind damit am fachlichen Austausch und der Weiterentwicklung der Angebote im IQ Netzwerk beteiligt.

      

 

 

Bilder: © Netzwerk IQ/Anita Schiffer-Fuchs

 

Kurzüberblick
  • Kurzbeschreibung:

    Interkulturelle Kompetenzentwicklung zur Verbesserung der Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen und Migranten sowie Geflüchteten

  • Standorte: Marburg
  • Laufzeit: 01.01.15 bis 31.12.18
  • Zielgruppe:

    Arbeitsmarktakteure (Arbeitsagenturen, Jobcenter, Kammern und Verbände), öffentliche Verwaltungen sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Nord-, Ost- und Mittelhessen

  • Finanzierung/Kostenträger:

    Das Förderprogramm IQ wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales finanziert und in Kooperation mit der Agentur für Arbeit und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung durchgeführt.

  • Teilnahmevoraussetzungen:

    nach Absprache

So finden Sie uns
Arbeit und Bildung e.V. - Haupthaus
Krummbogen 3
35039 Marburg
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